Unsere Freundschaft mit Lohne/Altmark

 

 Dorffest und 25 Jahre Freundschaft zwischen Lohne/Altmark und Lohne/Hessen am 30. April 2016
 
Vor 25 Jahren, am 04. Mai 1991, besiegelten wir mit dem Austausch von Freundschaftsurkunden die Partnerschaft zwischen Lohne in der Altmark und unserem Lohne.
 
Wie kam es dazu?
Als im November 1989 die Grenzen zwischen der damaligen DDR und der Bundesrepublik aufgrund der friedlichen Revolution der Bürger der DDR fielen, war in beiden deutschen Staaten die Freude groß. Landauf landab wurden Partnerschaften gegründet. So entstand auch bei uns hier in Fritzlar Lohne der Wunsch auf eine Partnerschaft mit einer Gemeinde in der DDR. Nachdem ich, damals Ortsvorsteher, einen Ort aus Thüringen wegen der geographischen Nähe vorgeschlagen hatte, kam aus den Reihen der Ortsbeiratsmitglieder ein Alternativvorschlag: Lohne in der DDR. Dieser Vorschlag wurde von allen akzeptiert und freudig aufgenommen.
In den 1960er Jahren hatte der Gesangverein schon mal eine Partnerschaft  mit anderen Orten in Deutschland mit dem Namen Lohne aufgenommen. Dabei war unser hessisches Lohne, Lohne in Westfalen (bei Soest) und die Stadt Lohne in Oldenburg, es fehlte jedoch Lohne in der DDR. Ich kann mich an die damalige Zeit noch gut erinnern. Mein Vater war Vorsitzender unseres Gesangsvereines , er hatte sich sehr um Kontaktaufnahme bemüht,
die aber leider nicht zustande kamen. Alle Briefe blieben unbeantwortet.
 
Ich, der jetzt einen Kontakt herstellen sollte, hatte es natürlich wesentlich leichter. Die Strukturen der DDR kannte ich natürlich auch nicht, aber es gab ja Poststellen in jedem Ort, so konnte ich über die Telefonvermittlung die Telefonnummer der Poststelle in Lohne in der Altmark herausfinden. Anfang Dezember 1989 telefonierte ich mit der Posthalterin, Frau Christel Brendgen – künftig die Christel von der Post genannt – und trug ihr unseren Wunsch auf Kontaktaufnahme vor, der bei ihr ein offenes Ohr fand. Am 13. Und 14. Januar 1990 fuhren wir mit einer Abordnung von 6 Personen in die DDR. Dabei waren: Horst Schlordt, Heinz Dlugos, Hans-Karl Pfeiffer,Irmgard Zimmermann, Sigrid und Wilfried Werner. Wir wurden sehr freundlich empfangen und gut und reichhaltig bewirtet. Es waren 2 schöne und informative Tage. Wir lernten das Dorf und viele seiner Einwohner kennen. Man brachte uns viel Freundlichkeit und Gastfreundschaft entgegen. Wie man so schön sagt: die Chemie zwischen uns stimmte. Für das Frühjahr wurde ein Gegenbesuch vereinbart.
 
Am 31.03. und 01.04.1990  besuchten uns dann 9 Lohner aus der Altmark und brachten uns in Anlehnung an das dortige Ortsbild, das von vielen markanten Eichen geprägt ist, 3 junge Eichensetzlinge mit, die dann gleich gemeinsam auf dem Festplatz am Gemeinschaftshaus gepflanzt wurden. Leider steht nur noch eine davon, die sich aber zu einem prächtigen Baum entwickelt hat, eine ist eingegangen, die dritte musste einem Zeltbau anl. eines Festes weichen. Diese beiden Besuche machten uns klar, dass eine angestrebte Partnerschaft große Chancen zur Verwirklichung hatte. Über die Zeit blieben wir immer in Kontakt, telefonisch, war in der Anfangszeit nicht ganz einfach, und per Brief.
 
Wir verabredeten für den Sommer 1990 ein größeres Treffen an dem auch größere Teile der Bevölkerung teilhaben sollten. Folgerichtig fuhren 53 Lohner aus Hessen am 04. August 1990 nach Lohne in der Altmark, um mit den dortigen Einwohnern das „Eichenfest“ auf den Dorfplatz zu feiern. Dieses Fest ist allen, die daran teilnahmen und noch leben, unvergesslich geblieben. Die Stimmung war phänomänal, bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert. Die Rückfahrt am anderen Tag musste immer wieder verschoben werden und selbst als dann endlich alle im Bus waren, ging es noch nicht los, weil dieser oder jener durch mannigfaltige Gründe dafür sorgte, dass die Abfahrt sich weiter verzögerte. Es war ein tolles Wochenende. Das Wetter hatte mit strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperatur sein Bestes gegeben und sogar den Teer der Dorfstraße weich werden lassen.
Damit war die Partnerschaft durch die Bürger beider Dörfer mit dem Namen Lohne geboren.
 
Der feierliche Austausch der Partnerschaftsurkunden, die vorher von Bürgermeister Wilfried Schulze, Lohne Altmark, und Ortsvorsteher Wilfried Werner, Fritzlar-Lohne, unterzeichnet und gesiegelt wurden, nahm Bürgermeister Reinhold Koch, Fritzlar vor. Natürlich wurde danach wieder kräftig gefeiert. Musik spielte zum Tanz auf, Chorvereinigung, Tanzgruppen der Landfrauen und der Kirmesburschenschaft umrahmten das Fest. Horst Schlordt führte gekonnt durch das Programm. Der von Pfarrer Bock gestaltet Festgottesdienst am nächsten Tag war sehr beeindruckend, u. a. ließ er nochmal symbolisch die Mauern fallen.
Mit einer Stadtführung in Fritzlar endete der Besuch.
 
In den folgenden Jahren gab es immer wieder Begegnungen, die mal in der Altmark, mal hier bei uns in Fritzlar-Lohne stattfanden. Man lud sich gegenseitig bei wichtigen öffentlichen Anlässen und bei Vereinsjubiläen ein. Auch Begegnungen sportlicher Art fanden im Bereich Fußball und Tennis statt. Die zehnjährige Partnerschaft wurde wieder in Lohne/Altmark groß gefeiert.
 
Leider gab es auch traurige Anlässe zu Begegnungen: Im Januar 2003 verstarb Christel Brendgen, eine wichtige Person, über die die ersten Kontakte zustande kamen, die schließlich zu der freundschaftlichen Partnerschaft führten. Zu Beerdigung am 01.02.2003 sind meine Frau und ich angereist und ich habe im Namen von Fritzlar-Lohne einen Kranz niedergelegt. Wir haben damals auch eine persönliche Freundin verloren.
 
Am 02. und 03. August 2003 fand wieder mal ein größeres Freundschaftstreffen bei uns in Fritzlar-Lohne statt. Es wurde wie heute im Rahmen eines Dorffestes im Dorfzentrum und auf dem Dorfplatz gefeiert. Unsere Gäste waren mit einem Bus angereist.
 
Im Juni letzten Jahres konnten wir in Lohne Altmark das 25 jährige Jubiläum unseres ersten Zusammentreffens feiern. Es war wieder ein sehr schönes Fest unter den Eichen.
 
Heute feiern wir das 25 jährige Jubiläum der offiziellen Partnerschaft unserer beiden Dörfer.
An dieser Stelle möchte ich auch einige Menschen nennen, die großen Anteil am Zustandekommen und dem Bestand der Freundschaft bis zum heutigen Tage haben: das sind von unserer Seite an herausragender Stelle Christel und Horst Schlordt, die sich sehr für diese Partnerschaft eingesetzt und durch Eigeninitiative einiges auf den Weg gebracht haben. Außerdem haben sie mit Doris und Rolf Büttner eine dauerhafte und intensive private Freundschaft. Auch Ruth und Reinhard Löber waren immer dabei, wenn es was zu organisieren galt. Auch sie verbindet diese dauerhafte Freundschaft mit Sonja und Jürgen Schulz. Es gibt weitere Freundschaften zwischen Lohnern/Altmark und Lohnern/Hessen, wo es gelegentliche Besuche gibt. Einige Freundschaften sind durch Tod beendet worden.
Von Seiten von Lohne/Altmark sind an hervorragender Stelle Doris und Rolf Büttner zu nennen. Rolf ist derjenige, der in nimmermüdem   Einsatz für diese Freundschaft kämpft. Es sind sicherlich noch einige Namen zu nennen.
 
Ich wünsche unserer Freundschaft alles Gute möge sie in dem bisherigen Geiste weiterbestehen, mögen neue Freundschaften entstehen, mögen die folgenden Generationen daran anknüpfen und erhalten, was die Gründer seinerzeit geschaffen haben. Feiern Sie auch in 25 Jahren die erfolgreiche 50 jährige Freundschaft.
 

Wilfried Werner        (2016)

 

 
Ortsbeirat Lohne         (2015)
 
Lohne/Altmark lohnt sich!
 
 
 
 
 
 
Unter diesem Motto stand das Dorffest in Lohne /Altmark. das in diesem Jahr von 19 Lohnerinnen und Lohnern besucht wurde. Nach der Ankunft in Lohne wurden die Quartiere verteilt und dann gemeinsam  der historische Festzug in der Nachbargemeinde Gladigau besucht.
 
Anschließend ging es auf dem grünen Platz „Unter den Eichen“ in Lohne -im und rund ums Festzelt- feucht fröhlich weiter. Es wurden Erinnerungen an frühere Feierlichkeiten ausgetauscht, alte Freundschaften aktiviert und neue initiiert.
 
 
  

 

 
 
 
Die Initiatoren des diesjährigen Besuchs: Rolf Büttner (LohneAltmark),
Christel und Horst Schlordt (Lohne/Hessen)
 
 
 
Lohner unter sich. Der Stein wurde 2003 von den Lohnern
aus Hessen in die Altmark gebracht.
 
 
 
 
 
Am Sonntagvormittag wurde ein Dorfrundgang durchgeführt, die Entwicklung des Dorfes Lohne vorgestellt und bestaunt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen „Unter den Eichen“ traten die Lohner aus Hessen dann die Rückreise an.
 
 
 
 
 
Alle Lohner waren sich einig: der gemeinsame Besuch des Dorffestes in Lohne hat sich gelohnt! Die seit 25 Jahren bestehenden Verbindungen sollen künftig wieder aufleben.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stadtteil Lohne  Die Ortsvorsteherin
Margot Sauer
Gudensberger Straße 4, 34560 Fritzlar-Lohne
Tel. 05622 – 915443, Fax: 05622 – 915444, mail: margot_sauer@web.de

 

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