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Ein Stück ARS NATURA bei Cappel

Vier Austellungsstücke im "Obersten Holz"

Die ARS NATURA ist ein zukunftsweisender Entwurf, für Kunst am Wanderweg. Der Ausbau von zwei Fernwanderwegen zu Kunstpfaden spricht Erholung Suchende sowie Kunstinteressierte gleichermaßen an. In der Begegnung mit Kunstwerken im Galerieraum Natur, das heißt, in Wald und Flur, wird der Zusammenhang von Kultur und Natur konkret erfahrbar. Das Zusammenspiel von Erholung und Anregung auf den Wald-Kunstpfaden leistet einen wertvollen Beitrag zur Entschleunigung.

Einen Ausschnitt der ARS NATURA in unmittelbarer Nähe von Cappel haben wir für Sie in den folgenden Bildern zusammengestellt.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.ars-natura-stiftung.de

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      

»Gedächtnis der Steine«

Am östlichen Rand des "Obersten Holzes" nördlich von Cappel finden Sie Gedächtnis der Steine von Joachim Reitner, Göttingen.

Der Stein stammt aus den österreichischen Kalkalpen und erzählt aus seiner Entstehungsgeschichte. Der Name „Kalkalpen“ deutet darauf hin, dass die Gesteine, aus denen sie bestehen, vor Millionen von Jahren auf dem Grund eines Meeres abgelagert wurden.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      

»Kreissituation I«

Weiterführend Richtung Westen finden Sie im "Obersten Holz" Kreissituation I von Alf Becker, Allendorf. Symbolisiert wird in dieser Arbeit zum einen übergeordnet der Kreislauf der Natur. Die Thematik inspirierte den Künstler inzwischen zu mehreren „Kreissituationen“. Zum anderen geht die Skulptur hier auf die Zweckmäßigkeit des geraden Weges ein, erinnert an Räder bzw. Wagen, Landmaschinen und andere Transportmittel, die sich auf diesem fortbewegen.
Im Ineinandergreifen der Räder scheinen sich die Linearität des Weges und die landwirtschaftliche Kultivierung sowie die ursprüngliche Natur als Basis widerzuspiegeln.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      

»Aufbruch«

Direkt an der Zugangsstrasse von Cappel  (im Hintergrund Cappel) finden Sie das dritte Ausstellungsstück im "Obersten Holz" Aufbruch von Lutz Lobert, Malsfeld.

Pfeil und Bogen vor der Weite der Landschaft lassen an vergangene Kulturen denken, an das Leben der Jäger und Sammler in dieser Region, vielleicht auch an kriegerische Auseinandersetzungen, die die Ebene gesehen hat. Eigentlich sind es zwei Bögen und Pfeile, die in beide Richtungen zeigen und in deren skulpturale Verbindung ein X und eine 8 eingewoben sind, die Bezeichnung des Barbarossa-Wanderweges. Von dem Standort, dem Parkplatz am Wald, brechen Wanderer, Jogger und Radfahrer sowohl in Richtung Fritzlar als auch in Richtung Felsberg auf.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      

»Magischer Hain«

Am westlichen Ende des "Obersten Holz" Richtung Öbermöllrich befindet sich der magische Hain von Ursula Porada,
Schwalmstadt. An dem traditionell „Hexenplatz“ genannten Waldfleck wurde zwischen alten Eichen eine „Glückssteinkette“ installiert.

Es handelt sich um Flintsteine, deren oftmals merkwürdige löchrige Formen seit jeher die Phantasie der Menschen anregten und denen nachgesagt wird, dass sie Wünsche erfüllen. Die insbesondere in Norddeutschland als Hühnergöttersteine bezeichneten Feuersteine sind durch Auflösung der Kieselschalen von Lebewesen vor ca. 80 Mio. Jahren in der Oberkreidezeit entstanden. Hier auf dem „Hexenplatz“ wirken sie wie bizarre kleine Figuren, die an archaische Idole erinnern.