Steingossenturm


Herstellung einer touristischen Aussichtsplattform auf dem Steingossenturm in Fritzlar

BESCHREIBUNG DES BAUWERKS

Der Steingossenturm bildet zurzeit das östliche Ende der historischen Stadtmauer auf der Südseite des Ziegenberges. Er ist nur noch in seinen Grundmauern erhalten und daher als Befestigungsturm der Stadtmauer kaum erkennbar. Er soll instandgesetzt und so erweitert werden, dass er deutlich als Turm sichtbar wird.

Der Turm liegt mit halbkreisförmigem Grundriss vor der niedrigen Mauer, die hier den Verlauf der historischen Stadtmauer anzeigt und den Gehweg abgrenzt.

Bedingt durch den steil abfallenden Hang ist die südliche Ansicht des Turmes noch relativ hoch, der Anschluss an die nördliche Mauer relativ niedrig, vorhanden. Das äußere Mauerwerk, die Ansichtsschale, ist, im oberen Abschnitt, zum großen Teil nicht mehr erhalten. In den sichtbaren Ansichten auf der Südseite sind großformative Sand- und Basaltsteine als Bruchsteinmauerwerk (oder unregelmäßiges Schichtenmauerwerk) vermauert. Das Kernmauerwerk zeigt sich als unregelmäßiges Bruchsteinmauerwerk mit hohem Mörtelanteil.

 

BESCHREIBUNG DER MASSNAHME

Das Konzept zur Instandsetzung gliedert sich in zwei Stufen.

Zu einem ist der Bestand so zu sichern und zu ergänzen, dass der Turm wieder als Turm ablesbar ist, und kein weiterer Substanzverlust entsteht. In einer zweiten Stufe ist die am Fußweg bestehende Mauer zu öffnen, eine Ebene mit Brüstung auszubilden, und den Turm wieder begehbar zu machen.

Dann wird der Bewuchs in der Ansichtsfläche, und die Erde auf dem Turmstumpf entfernt. Hierzu ist, wegen der tiefen Verwurzelung, ein Großteil des sichtbaren Mauerwerkes aufzunehmen; sowohl die noch vorhandene Ansichtsschale des Turmmauerwerkes als auch das anstehende Kernmauerwerk. Hierbei ist auf archäologische Befunde zu achten.

Das aufgenommene Mauerwerk ist wieder aufzumauern. Dabei ist das Kernmauerwerk so zu ergänzen, dass eine ebene Fläche als Turmabschluss entsteht. Die entstandene Ebene erhält eine Abdichtung und eine funktionierende Wasserführung, um die Durchfeuchtung des Kernmauerwerkes zu minimieren.

Als Absturzsicherung ist eine Brüstung zu mauern. Die am Weg durchlaufende Mauer ist als Zugang zu öffnen. Auf der Abdichtungsebene ist eine Laufebene aus Basaltpflaster aufzubauen.

Das an den Turm angrenzende Mauerwerk mit Strebepfeiler zeigt ebenfalls Schäden am Fugenbild. Die Ansichtsfläche wird instandgesetzt, die Mauerkrone wird neu gemauert.

 



Das Projekt wird durch das Programm „Förderung der ländlichen Entwicklung – Regionalentwicklung / LEADER“ durch das Land Hessen und den Bund finanziell unterstützt. Damit verbunden ist die Forderung nach regionaltypischem Bauen. Besonderen Wert wird auf die Verwendung regionaler Baumaterialien gelegt. Die zu liefernden Natursteine sind daher aus Brüchen der Region zu beziehen.


Gefördert durch / von:

Layout 2