Sicherheitssiegel des Landes Hessen "KOMPASS“ an Stadt Fritzlar übergeben
Die feierliche Übergabe im Rathaussaal, wurde durch Herrn Staatssekretär Martin Rösler aus dem Hessischen Innenministerium und den Polizeipräsident Nordhessen, Herrn Marko Bärtl, vollzogen.

Bürgermeister Spogat brachte zum Ausdruck, dass das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger immer ein subjektives Gefühl ist. Sicherheit werde in der Bevölkerung unterschiedlich wahrgenommen. Bei Veranstaltungen, bei einem Gang durch die Stadt in der Nacht, auf Straßen und Plätzen in der Dämmerung oder einfach nur im Straßenverkehr, immer dann kommen Gedanken möglicher Unsicherheit auf. Deshalb sei es gut, jetzt mit den Bürgern der Stadt in den Dialog einzutreten. Genau dies will man mit der Initiative KOMPASS erreichen. Er betonte, dass es keine 100%ige Sicherheit gäbe, wohl aber das Sicherheit eine gemeinsame Aufgabe von Polizei, Kommune und der Bürger ist.
Die Teilnahme am KOMPASS-Sicherheitsprogramm des Landes Hessen wurde bereits vor dem Hessentag durch die Stadtverordneten beschlossen und wurde im letzten Jahr mit den Polizeibehörden besprochen. Der Magistrat hatte daraufhin einen Antrag auf Aufnahme in das Programm beschlossen.
In seinem Grußwort hob Innenstaatssekretär Martin Rößler die Erfolgsgeschichte des hessischen Präventionsprogramms hervor: „In Hessen gibt es nunmehr 175 KOMPASS-Kommunen. Das kleine „Jubiläum“ zeigt, dass KOMPASS ein hocherfolgreiches Programm ist und vielerorts in Hessen die Sicherheit stärkt.“ Durch die institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Polizei und weiteren Akteuren könnten Sicherheitsbedarfe frühzeitig erkannt und mit passgenauen Maßnahmen begegnet werden.
Mit Blick auf die Sicherheitslage in Fritzlar verwies Rößler auf die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik. Danach wurden im Jahr 2025 insgesamt 659 Straftaten registriert – weniger als in den beiden Vorjahren. Auch die Häufigkeitszahl von 4.547 Straftaten je 100.000 Einwohner liege deutlich unter dem hessischen Durchschnitt sowie unter dem Wert des Polizeipräsidiums Nordhessen. „Die Zahlen zeigen, dass die Polizei in Fritzlar eine erfolgreiche Arbeit macht“, betonte der Staatssekretär.
Gleichzeitig machte Rößler deutlich, dass auch in einer sicheren Stadt Handlungsbedarf bestehen könne. So seien zuletzt Beschwerden über Ruhestörungen und Vermüllung im Bereich der Stadtmauer und des Alleenparks bekannt geworden. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Arbeit im Rahmen von KOMPASS zu einer Entschärfung der Situation beitragen werde, und wünschte allen Beteiligten gutes Gelingen.
Auch Polizeipräsident Marco Bärtl unterstrich die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen Kommune und Polizei. „Fritzlar ist eine lebenswerte und attraktive Stadt mit hoher Aufenthaltsqualität. Der erfolgreiche Hessentag 2024 hat gezeigt, was möglich ist, wenn Stadt, Polizei und viele weitere Partner eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten.“
Mit Blick auf die zukünftige Zusammenarbeit ergänzte Bärtl: „Genau daran knüpfen wir mit KOMPASS an: Wir wollen frühzeitig hinschauen, Herausforderungen offen benennen und gemeinsam passgenaue Lösungen entwickeln. Sicherheit entsteht vor allem durch Zusammenarbeit, Präsenz und Prävention.“
Bürgermeister Spogat informierte weiterhin darüber, wie es nun für Fritzlar weitergeht:
„Sicherheit ist Chefsache“, erklärte der Bürgermeister und deswegen werden nach der Sommerpause Beratungen stattfinden. Zunächst auf Ebene eines Präventionsrates und weiterhin wird eine Arbeitsgruppe für die Erstellung Problemfelder gegründet.
Nachfolgend wird die erste kommunale Sicherheitskonferenz vorbereitet und danach folgt die Planung einer Bürgerbefragung.

