Neuer Pumptrack in Fritzlar eröffnet – Attraktiver Treffpunkt für sportbegeisterte Jugendliche
Die moderne Pumptrack-Anlage richtet sich insbesondere an alle, die ihre Freizeit gerne mit Fahrrad, BMX, Roller oder Mountainbike verbringen, und erweitert das Freizeitangebot der Stadt nachhaltig.
Für spektakuläre Action zur Eröffnung sorgten Kathrin DeGroot und Joschi Emmerling vom Cycle-Training aus Herzogenaurach. Mit eindrucksvollen Fahrten über den neuen Rundkurs demonstrierten sie eindrucksvoll die vielfältigen Möglichkeiten der Anlage und begeisterten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher.
Der Weg bis zur Fertigstellung war lang: Insgesamt 13 Jahre vergingen von der ersten Idee im Rahmen der Dorfentwicklung im Jahr 2013 bis zur offiziellen Eröffnung. Ziel des Projekts war es von Beginn an, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen attraktiven öffentlichen Treffpunkt zu bieten, der Bewegung, Sport und soziale Begegnung miteinander verbindet.
„Ein guter Tag für sportbegeisterte Kinder und Jugendliche, die gern mit dem Fahrrad, BMX, Roller oder Mountainbike unterwegs sind. Mit dem Pumptrack wird ein Treffpunkt geschaffen, der das Freizeitangebot unserer Stadt nachhaltig bereichert“, betonte Bürgermeister Hartmut Spogat bei der Eröffnung.
Die Suche nach einem geeigneten Standort gestaltete sich über viele Jahre schwierig. Insgesamt drei mögliche Flächen im Stadtgebiet und den Stadtteilen wurden geprüft, jedoch aus unterschiedlichen Gründen verworfen. Ein wichtiges Kriterium war dabei stets die schnelle Erreichbarkeit für Rettungsfahrzeuge im Notfall. Bereits 2014 wurde der Kinder- und Jugendbeirat der Stadt im Rahmen eines Runden Tisches im Rathaus in die Planungen eingebunden.
Den entscheidenden Impuls für den Standort lieferte schließlich Dirk Beyer, technischer Leiter der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule (RFES). Sein Vorschlag, die Wiese zwischen Berufsschule und König-Heinrich-Schule als Standort zu nutzen, brachte das Projekt entscheidend voran. Voraussetzung hierfür war die Verpachtung der Fläche durch den Schwalm-Eder-Kreis an die Stadt Fritzlar. Nach der Zustimmung des Landkreises Ende 2022 konnte Anfang 2023 der entsprechende Gebrauchsüberlassungsvertrag abgeschlossen werden.
Die Pumptrack-Strecke wurde als Rundkurs mit Kurven und Wellen in Asphaltbauweise ausgeführt. Ursprünglich war eine wassergebundene Oberfläche vorgesehen. Die Entscheidung für Asphalt führte zwar zu Mehrkosten von rund 60.000 Euro, bietet jedoch deutliche Vorteile hinsichtlich Haltbarkeit, Pflege und Nutzungsmöglichkeiten.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 206.000 Euro. Unterstützt wurde die Maßnahme durch eine LEADER-Förderung in Höhe von rund 62.800 Euro aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Hessen. Besonders positiv wurde das Vorhaben vom Kellerwaldverein bewertet, da es die gesellschaftliche Teilhabe stärkt, Begegnungen fördert und zur Willkommenskultur in der Region beiträgt.
Den Bau der Pumptrack-Anlage übernahm die Firma DirtWays aus Herzogenaurach, die Landschaftsbauarbeiten wurden von der Firma Balzer aus Dautphetal ausgeführt.

Ein besonderer Dank galt bei der Eröffnung dem Lions Club Fritzlar-Chattengau. Dieser stellte einen Container zur Verfügung, der durch den Erlös eines Entenrennens sowie mit Unterstützung weiterer Fritzlarer Vereine, darunter Pro Fritzlar und der Kulturverein, finanziert wurde. Der Container beherbergt künftig unter anderem eine Fahrradwerkstatt.

Für die farbenfrohe Gestaltung sorgten Jugendliche des Jugendzentrums Fritzlar unter der Leitung von Marlene Vogt. Damit wurde die Anlage nicht nur funktional, sondern auch optisch zu einem attraktiven Anlaufpunkt für junge Menschen.
Mit der Fertigstellung der Anlage gewinnt Fritzlar ein modernes Freizeitangebot hinzu, das Kindern, Jugendlichen und Familien aus der Stadt und der gesamten Region langfristig zugutekommt.
